Ancient Weir Painting Home Tourism Area

So langsam nähert sich auch diese Chinareise dem Ende … ein Fakt das mich wieder einmal sehr traurig stimmt. Ich könnte hier Monate lang durchs land „treiben“.

Alles jammern hilft nichts, nur noch die letzten Tag hier genießen ! Heute fahren wir nach Lishui und schauen uns die „Ancient Weir Painting Home Tourism Area“ an. Der Name hat es in sich oder ? Na ja, in chinesisch klingt das sehr viel einfacher !

Die Ancient Weir Painting Home Tourism Area (auch bekannt als Guyan Huaxiang) ist eine malerische Kultur- und Tourismusregion in Lishui in der chinesischen Provinz Zhejiang. Sie verbindet 1500 Jahre alte Ingenieurskunst mit einer idyllischen Landschaft, die als historische Künstlerbasis dient.

Der Bereich teilt sich in zwei Hauptteile auf:

  • Der „Ancient Weir“ (Yantou-Dorf): Bekannt für das Tongji-Weir, ein Bewässerungssystem aus dem Jahr 505 n. Chr. (Weltkulturerbe). Die Gegend zeichnet sich durch jahrhundertealte Kampferbäume, traditionelle Docks und alte Pavillons aus.
  • Das „Painting Village“ (Dagangtou-Stadt): Ein historischer Hotspot für Fotografen und Künstler. Hier gibt es eine historische Uferstraße (Jiangbin Ancient Street), zahlreiche Galerien und die Heimat der Lishui Barbizon School der Ölmalerei.

Die Tour war ein wenig abenteuerlich aber super !

Morgens früh raus und dann los nach Lishui, in der „Tourism Area“ angekommen kam erst einmal der Transport im „Tuk Tuk des Todes !!“. Wir sassen zu fünft hinten in diesem Tuktuk und der Fahrer ist gefahren als wolle er in der Zeit zurückreisen … Seeeehr abenteuerlich.

Dann sind wir erst einmal mit einer Auto/Personenfähre über den Fluss Oujiang übergesetzt, unse erste Station war das „Painting Village“ (Dagangtou-Stadt)

Seit den 1980er Jahren zog die malerische Landschaft zahlreiche Künstler und Fotografen an. Daraus entstand eine bedeutende Kunstszene mit Galerien, Ateliers und Kunstschulen. Heute gibt es dort über hundert Kunststudios und Ausstellungsräume.

Die „Ancient Street“ im Malerdorf ist anderes als diejenigen die ich bisher kannte … sie wirkt alt, sehr alt. Die Gebäude sind nicht so „grell“ und „bunt“ sondern aus Holz. Kunstvoll bearbeitetes, sehr altes Holz … es gibt sehr viele sehr kunstvolle Schnitzereien.
Und wirklich sehr viele Kunstateliers … Malerei, Kalligraphie, Bildhauerei, Kunsthandwerk.

Es gibt eine Menge zu sehen dort.

Danach geht es wieder auf die andere Seite des Oujiang Flusses, dieses mal mit einem kleinen Boot das von einem netten alten Mann gesteuert wird.

Nach einer kurzen Bootsfahrt erreichen wir das Yantou Village

Yantou Village ist ein historisches Dorf im atemberaubenden Nanxi-Flusstal in der chinesischen Provinz Zhejiang. Es ist berühmt für seine gut erhaltene Architektur aus der Ming- und Qing-Dynastie, ruhige Wasserwege und seine harmonische Einbettung in die umliegenden Berge.

Das macht den Ort besonders:

  • Lishui-Straße: Das Herzstück des Dorfes ist diese über 300 Meter lange historische Geschäftsstraße mit zweistöckigen Holzgebäuden und überdachten Arkaden.
  • Architektur: Viele Gebäude, darunter Tempel und Pavillons, stammen noch aus der Qing-Dynastie (1644–1911) und sind bis heute bewohnt.
  • Traditionelles Leben: Ein Spaziergang durch die engen Gassen offenbart ein entschleunigtes, traditionelles Leben – oft kann man Einheimische dabei beobachten, wie sie ihre Wäsche in den Wasserkanälen waschen

Die uralte Architektur dort und das ruhige beschauliche Leben der Menschen dort ist mehr als beeindruckend

Am Ortsrand steht der Sarira Tree, ein uralter Kampferbaum der innne hohl ist und schon mehrfach vom Blitz getroffen wurde und sich immer wieder davon erholt hat

Von dort geht es weiter zum Tongji Wehr … eine Wasserregulierungsanlage die älter als 1520 Jahre ist und noch immer tadellos ihren Dienst verrichtet. Als „Wasserwerker“ ist das natürlich spannend für mich !

Sima Zhan und Sima Nan

Über die Herkunft, Geburtsdaten und Lebensumstände von Sima Zhan und Sima Nan ist heute kaum etwas bekannt.

Im 4. Jahr der Tianjian-Ära der südlichen Dynastie Liang (505 n. Chr.) beantragte Sima Zhan den Bau eines Wehrs an der Stelle, an der der Songyin-Fluss und der Daxi-Fluss zusammenfließen. Der Kaiserhof entsandte daraufhin Sima Nan, um ihn bei dem Projekt zu unterstützen.

Gemeinsam entwickelten sie erstmals eine Bauweise mit einem gestützten Wehr und vollendeten das Bauwerk erfolgreich. Das Wasser des Songyin-Flusses wurde in den Wehrkanal geleitet und floss anschließend vom Wehr bis zur Weißen Brücke in den Daxi-Fluss. Das gesamte Kanalsystem hatte eine Länge von 23 Kilometern und bewässerte etwa 25.000 Mu Ackerland (das entspricht ungefähr 1.670 Hektar).

Spätere Generationen errichteten zu Ehren der beiden Simas einen Tempel, den sogenannten Sima-Tempel, der auch als Drachentempel bekannt ist.

Über die Funktionen des Tempels heißt es in historischen Aufzeichnungen:

  1. Er diente der Verehrung der Gottheiten und dem Gedenken an die Verdienste der beiden Simas.
  2. Er war eine Station für Beamte und Inspektoren, die das Bewässerungssystem überwachten.
  3. Ein Torwächter sorgte für die Öffnung und Schließung des Tempels sowie für Reinigung und Instandhaltung.

Anschließend haben wir einen Spaziergang durch einen Bambuswald gemacht … ich glaube es ist der erste reine Bambuswald den ich je gesehen habe !

Zum Abschluss ging es noch durch einen schön angelegten Park entlang des Flusses.

WAS FÜR EIN TAG !
Viele schöne Erinnerungen die mich für immer begleiten werden … und viele tolle Fotos.


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