Der heutige Ausflug war mal ausnahmsweise eine Überraschung für alle Mitglieder meiner Familie, nicht nur für mich !
Unser Sohn hat hier in Qingtian eine „Lehrerin“, sie kümmert sich viel um ihn und bringt ihm chinesisch bei … der Freund dieser Lehrerin hat uns heute eingeladen mitzufahren, er möchte uns einen besonderen Tempel zeigen.
Nun, die Fahrt zu dem Tempel war „anstrengend“ … der Weg war extrem kurvig und unser Fahrer ist alles andere als langsam gefahren … mir war unsagbar schlecht als wir irgendwann am Tempel ankamen … 5 Minuten länger uns es wäre eine Fahrzeugreinigung fällig geworden.

Aber DIESER TEMPEL hat auf jeden Fall dafür entschädigt.
Der Tempel ist lokal zwar etwas bekannter, aber im Internet findet man nichts über dieses tollen, alten und beeindruckenden Tempel mit seiner spannenden Geschichte.



Die Gebäude des Qingzhen-Tempels
Der Tempel wurde erstmals während der Song-Dynastie errichtet und in der Qing-Dynastie restauriert.
Der Tempel der Madame Chen Shisi wurde zwischen 1297 und 1307 während der Yuan-Dynastie erbaut. Das vordere Gebäude wurde 1529 in der Ming-Dynastie errichtet.
Während der Qing-Dynastie wurde das Frauenhaus (Frauenquartier) in den Jahren 1796–1820 erbaut. Im 11. Regierungsjahr des Kaisers Xianfeng wurde die Vorhalle durch die Armee des Taiping-Himmlischen Königreichs niedergebrannt und im ersten Regierungsjahr des Kaisers Tongzhi wieder aufgebaut.
Der Glockenturm und der Trommelturm wurden 1927 errichtet. Im Jahr 1985 wurden das Tor, der Teich zur Freilassung gefangener Tiere, der Garten sowie eine Umfassungsmauer rund um den Tempel gebaut. Dadurch wurde die Tempelanlage in ihrer heutigen vollständigen Form hergestellt.
Der Tempel ist im Vergleich zu den anderen Tempeln die ich bis jetzt besucht habe kompakter gebaut, die Innenhöfe sind kleiner und die einzelnen Hallen liegen dichter beeinander, es gibt keine großen Parkanlagen dazwischen oder rundherum. Dies lässt dieses Tempel dunkler wirken als andere.
Ob es an der Dunkelheit oder der Kompaktheit liegt, dieser Tempel strahlt eine gewisse Ernsthaftigkeit aus, er scheint unendlich viel Geschichte „gespeichtert“ zu haben. Ja es roch förmlich nach Geschichte dort … ich liebe es !!!



Und dann kommt der Moment wo uralte Geschichte auf „Asiatischen Kitsch“ trifft … im zentralen „Heiligtum“ des Tempels erwartet einen ein Altar der mit blau blinkenden LED Streifen verziert ist … WAS FÜR EIN KONTRAST.
Irgend jemand findet was wohl schön, es fühlte sich dort so unglaublich unpassend an.

Die vielen hundert Buddhastatuen dort sind wohl auch etwas ganz besonderes für diesen Tempel. So viele Statuen so eng zusammen auf so kleinem Raum habe ich vorher auch noch nie gesehen.



Der Besuch des Qingzhen Tempels war auf jeden Fall ein Erlebnis. Ich freue mich sehr dass es sich inzwischen herumgesprochen hat das ich Tempel liebe und Menschen hier die einen tollen Tempel kennen gerne bereits sind ihn mir zu zeigen … Zeigt mir wieder wie gastfreundlich dieses Land ist, nicht das ich hierfür noch irgend eine Bestätigung gebraucht hätte.
















Hinterlasse einen Kommentar