Die Zeit in Peking ist wirklich schon um, mit gepackten Koffern machen wir uns auf den Weg zum neuen Sommerpalast, um von dort aus direkt weiter nach Hunan zu reisen (Was ich morgens übrigens auch noch nicht wusste !).
DIe Zeit in Peking war viel zu kurz und es gibt noch so vieles das ich gerne gerne gesehen hätte, auch die Dinge die ich besucht habe hätte ich teilweise gerne länger besichtigt. Mehr war in der Zeit die wir dort hatten aber auch wirklich beim besten Willen nicht machbar !
Will man in Peking alles mitnehmen und genießen ist eine Woche schon fast das Mindeste an Zeit was man braucht.
Nicht jammern, es geht weiter !
Bevor wir abfliegen (da dachte ich noch es geht in den Heimatort meiner Frau und ich sehe meinen Sohn wieder !), haben wir noch Zeit den neuen Sommerpalast zu besuchen.
Überblick
Die Anlage liegt im Nordwesten Pekings und umfasst rund 300 Hektar. Etwa drei Viertel der Fläche werden vom künstlich angelegten Kunming-See eingenommen, während der Hügel der Langlebigkeit das Landschaftsbild dominiert. Die Kombination aus Wasserflächen, Hügeln, Palästen, Tempeln, Brücken und Pavillons sollte eine idealisierte chinesische Landschaft darstellen.
Geschichte
Der Sommerpalast wurde zwischen 1751 und 1764 unter Kaiser Qianlong als Geschenk zum 60. Geburtstag seiner Mutter errichtet. Er diente der kaiserlichen Familie als Rückzugsort während der heißen Sommermonate.
Im Jahr 1860 wurde die Anlage während des Zweiten Opiumkriegs von britischen und französischen Truppen schwer zerstört. Später ließ die mächtige Kaiserinwitwe Cixi den Palast zwischen 1885 und 1895 weitgehend wieder aufbauen. Auch nach dem Boxeraufstand 1900 erlitt die Anlage Schäden und wurde erneut restauriert.
Bedeutende Bauwerke
Zu den bekanntesten Attraktionen gehören:
- Die Siebzehn-Bogen-Brücke, die eine Insel im Kunming-See verbindet.
- Der 728 Meter lange Wandelgang, dessen Balken mit Tausenden Gemälden verziert sind.
- Das Marmorboot, ein symbolträchtiger Pavillon am Seeufer.
- Der Pavillon des Buddhistischen Wohlgeruchs auf dem Hügel der Langlebigkeit, von dem sich ein weiter Blick über die Anlage bietet.
- Die Halle der Freude und Langlebigkeit, die als Wohnsitz von Cixi diente.
Bedeutung
Der Sommerpalast gilt als Höhepunkt der traditionellen chinesischen Landschaftsarchitektur. Die UNESCO beschreibt ihn als herausragendes Beispiel dafür, wie natürliche Landschaftselemente mit künstlichen Bauwerken zu einem harmonischen Gesamtkunstwerk verbunden werden.
Wer den Sommerpalast besucht, erhält einen guten Eindruck davon, wie die Kaiser der Qing-Dynastie lebten und wie eng in der chinesischen Kultur Architektur, Natur und Symbolik miteinander verbunden sind.
Nun ja, wir hatten zwar keine Eile, aber auch nicht genug Zeit im alles dort zu besichtigen, dennoch war es ein sehr schöner Tag am Kunming See.
























Am frühen Nachmittag wurden wir von einem Taxi am Eingang abgeholt um zum Flughafen zu fahren. DA teilte mir meine FRau dann mit das wir nicht in ihren Heimatort fliegen sondern noch „was anderes schönes“ sehen.
Auf die Frage WAS, hieß es nur „Irgendwas mit Bergen“ Ah, na nun bin ich schlauer, muss mich also überraschen lassen wohin es geht !
Am Flughafen dann mein erster „China Schock“ !
Nach dem einchecken unserer Koffer kamen plötzlich 2 Polizisten zu mir und signalisierten ich soll sie begleiten. Ich sofort im „Panik Modus“ ! Nun, als ich mich dann anschickt die beiden zu begleiten, was blieb mir auch anderes übrig, machte meine Frau leider keine Anstalten mich zu begleiten. Ich musste sie doch tatsächlich bitten mitzukommen WEIL ICH KEIN WORT CHINESISCH KANN !
Wie sich herausstellte befand sich in meinem Koffer ein Feuerzeug (Welche rauchende Ehefrau das da wohl rein getan hat !). Feuerzeug raus, Koffer wieder zu, alles gut !
OK, auf meinem Flugticket konnte ich leider nichts lesen, alles chinesisch, erst am Flughafen habe ich gesehen: WIR SIND IN ZHANGJIAJIE ! Wie geil ist das denn !
Zhangjiejie ist der absolut berühmteste Nationalpark Chinas, die vielen Spitzen Felsen hat man schon so oft auf Bildern gesehen, sie sind sogar in dem Film „Avatar“ als Halleluja Mountains vorgekommen.
Niemals hätte ich mir träumen lassen auf dieser Reise hierher zu kommen. COOL !
Leider waren für dieses Highlight nur 2 Tage eingeplant, da kann man genau wie in Peking nur einen Teil sehen … aber besser als gar nichts !
Ok, wir also erstmal in ein Hotel eingecheckt und einen Guide für den nächsten Tag gebucht. Ich dachte mal wieder das wärs für den Abend, war aber wieder einmal nicht so. Duschen fertig machen … wir ziehen noch mal los !
Wohin wusste ich wieder einmal erst als ich davor stand: Wir hatten Karten für die Tianmen Fox Fairy Show. Was für eine Überraschung !
Die Tianmen Fox Fairy Show (chinesisch: Tianmen Hu Xian) ist eine spektakuläre Freilicht-Inszenierung am Fuße des Tianmen Mountain in der chinesischen Provinz Hunan. Sie gilt als eine der bekanntesten sogenannten „Real-Scenery-Shows“ Chinas, bei denen die natürliche Landschaft selbst Teil der Bühne wird.
Das Besondere an der Show
Statt in einem Theater findet die Aufführung in einer Bergschlucht statt. Die umliegenden Felswände, Wälder, traditionelle Häuser und die Silhouette des Tianmen-Gebirges bilden die Kulisse. Moderne Lichttechnik, Projektionen, Musik und Hunderte Mitwirkende verwandeln die Landschaft in eine riesige Naturbühne.
Die Handlung
Die Geschichte basiert auf einer alten Volkslegende aus der Region Xiangxi:
Eine weiße Fuchsfee lehnt die Heirat mit dem König der Füchse ab und verliebt sich stattdessen in den menschlichen Holzfäller Liu Hai. Die beiden überwinden zahlreiche Hindernisse, werden jedoch durch Menschen, Geister und übernatürliche Mächte getrennt. Erst nach einer symbolischen Wartezeit von tausend Jahren können sie wieder zueinanderfinden. Die Geschichte verbindet Romantik, Mythologie und traditionelle chinesische Vorstellungen von Treue und Schicksal.
Inszenierung
Besonders beeindruckend sind:
- Ein Chor von über 100 Sängerinnen der ethnischen Minderheit der Tujia.
- Hunderte Tänzer und Schauspieler in aufwendigen Kostümen.
- Wasser-, Licht- und Nebeleffekte, die die gesamte Schlucht einbeziehen.
- Die Nutzung echter Berghänge, Terrassenfelder und traditioneller Stelzenhäuser als Bühnenelemente.
Eindruck
Wenn man die Show beschreiben müsste, dann ist sie eine Mischung aus Oper, Musical, Tanztheater und Naturspektakel. Viele Reisende besuchen sie nach einem Tag auf dem Tianmen-Berg, weil die beleuchteten Felswände und die nächtliche Atmosphäre einen starken Kontrast zur Tageslandschaft bilden. In Reiseberichten wird sie häufig als eines der kulturellen Highlights von Zhangjiajie bezeichnet.
Kurz gesagt: Während der Neue Sommerpalast die kaiserliche Kultur Chinas zeigt, vermittelt die Tianmen Fox Fairy Show die Welt der chinesischen Volksmythen – eingebettet in eine der spektakulärsten Naturkulissen des Landes.








Das war der Hammer ! Sowas muss man mal gesehen haben !
Wieder bin ich Abends beinahe in Ohnmacht gefallen mit einer Millionen Bilder dieses BOMBASTISCHEN Landes und seiner unbegreiflich vielfältigen Kultur im Kopf !
Ich habe jetzt schon Angst vor dem Tag an dem ich dieses Land wieder verlassen muss ! Hatte ich echt Angst hierher zu kommen … ich Dummie !!

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